Weimarer Kulturexpress

Fremde Heimat“ – Theater an der Berufsschule Elmshorn, Europaschule

Schülerinnen und Schüler der als Präventionsschule ausgezeichneten Berufsschule Elmshorn, Europaschule beschäftigen sich mit Migration und Menschen in Flucht- und Asylsituationen.

Junge Menschen, die aus ihrer Heimat aus politischen Gründen geflüchtet oder deren Familien aus anderen Gründen nach Deutschland gekommen sind, gibt es in fast jeder Klasse an der Berufsschule Elmshorn. Sie bereichern die Schulkultur und fordern auf zum Nachdenken. Was bewegt sie, was haben sie erlebt, was benötigen sie? Einige Schülerinnen und Schüler engagieren sich innerhalb der Schule in einer AG um Integration, andere haben Vorbehalte, die ebenfalls ernst genommen werden müssen.

Das Theaterstück „Fremde Heimat“, präsentiert vom „Weimarer Kultur-Express“, einem fahrenden Theater, erzählte in der letzten Schulwoche vor den Sommerferien rund 70 Schülerinnen und Schülern die Geschichte von Daniel aus Syrien, der in Deutschland einer Ersatzheimat findet. Er hat Marie kennen und lieben gelernt, obwohl Marie zunächst Vorurteile ihm gegenüber hatte. Die beiden ausdrucksstarken, authentischen und engagierten Schauspieler schlüpfen in verschiedene Rollen und thematisieren so viele Aspekte dieses komplexen Themas. Als besonders beeindruckend empfindet es eine Schülerin einer Berufsfachschulklasse Gesundheit und Ernährung, wie sehr die Erfahrungen der Groß- oder Urgroßeltern, die im 2. Weltkrieg nach Deutschland flüchteten, Parallelen aufweisen zu denen der heutigen Flüchtlinge aus Syrien.  

Die Präventionskoordinatorin Ute Dobslaw freut sich, dass der Kinderschutzbund dieses niederschwellige kulturelle Angebot unterstützt. Das Theater ist einer von vielen Bausteinen, die die Präventionsschule anbietet. “Und kurz nach den Sommerferien geht es mit einer Woche der Zivilcourage weiter“ stellt Ute Dobslaw in Aussicht.

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