Von „C“, wie „Cybermobbing“ über „F“ ,wie „Frühe Elternschaft“ bis „Z“, wie Zivilcourage

 

Interessante Workshops für Schülerinnen und Schüler am fünften Präventionstag der Beruflichen Schule in Elmshorn

Hanna Clasen wundert sich: „Jugendliche spielen mit ihrem Leben, wenn sie z.B. über Bahngleise laufen, ohne sich über die Gefahren Gedanken gemacht zu haben.“ Sie und die anderen Teilnehmer sind beeindruckt von dem, was sie gerade im Workshop „selbstgefährdendes Freizeitverhalten“ erfahren haben. „Vielen ist nicht klar, dass z.B. sechs Monate Haftstrafe die Folge eines solchen Verhaltens sein können.“ erklärt Herr Masekowitz, einer der beiden Bundespolizisten, die den Workshop leiten. Sein Kollege, Herr Stuhr freut sich, dass sie so eine „tolle Runde“ von Schülern haben.

Am Freitag waren bei den Berufsfachschülern Gesundheit und Ernährung sowie Wirtschaft als auch bei den Fachkräften für Pflegeassistenz die Klassenverbände und der normale Stundenplan aufgehoben. Stattdessen hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit an Workshops ihrer Wahl teilzunehmen.

Zur Auswahl standen zehn attraktive Themen. Die Entscheidung für nur zwei Veranstaltungen war gar nicht so einfach, denn die Referenten der vielen Träger, wie die Kreisverwaltung, der Wendepunkt e.V., die Bundespolizei, der Weiße Ring sowie der Frauentreff e.V. boten auch in diesem Jahr schülernahe und interessant aufbereitete Workshops an. Es ging auch um extreme Jugendkulturen, Suchtverhalten, grenzverletzendes Verhalten, Cybermobbing, Geschlechterrollen, frühe Elternschaft, häusliche Gewalt, Zivilcourage, sowie Chancen und Risiken der digitalen Welt.

Der Präventionstag ist ein bewährter Baustein im Präventionskonzept der Schule, die kürzlich erneut vom Kreis mit dem Prädikat „Präventionsschule 2017“ ausgezeichnet worden ist.

„Oftmals werden die Jugendlichen alleine gelassen, wenn es darum geht, auf dem Weg vom Schülerstatus zum Arbeitsmarktteilnehmer und verantwortungsvollem Gesellschaftsmitglied mit all den modernen Reizen und Anforderungen fertig zu werden“, erläutert Katja Dibbern, eine der beiden Schulsozialpädagoginnen der Schule. „Die Schülerinnen und Schüler müssen ein eigenes Werte- und Normenverständnis entwickeln, damit Sie sich erfolgreich in die Gesellschaft integrieren können. Das versuchen wir unter anderem mit so einem Tag zu fördern.“ Die Erfahrung der Schule ist auch, dass es sich insgesamt positiv auf das Miteinander und somit - für alle spürbar - positiv auf das Schulleben auswirkt. Daher hat dieses Projekt - neben anderen Präventionsbausteinen - seinen festen Platz im Schulkalender.

Doch ohne die finanzielle Förderung durch die Kreisverwaltung und den Förderverein der Schule, so die Präventionskoordinatorin Denise Liedtke, wäre ein solcher Tag mit Referenten nicht möglich. Die Referenten und Schüler/-innen ihrerseits freuten sich über den Butterkuchen, der vom schuleigenen Verein „Kulinarius“ gespendet wurde.

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