Hauptexkursion der Norddeutschen Fachschule für Gartenbau

In wenigen deutschen Städten kann der interessierte Landschaftsgärtner so eine Vielfalt von Garten- und Parkanlagen erleben wie in der Bundeshauptstadt. Das aktuellste Beispiel sind die Flächen der Internationalen Gartenschau (IGA) in Berlin-Marzahn, die das erste Exkursionsziel der zehn angehenden Gärtnermeister der Beruflichen Schule Elmshorn waren. Neben den Ergebnissen des Berufswettbewerbes, die fachmännisch begutachtet wurden, gefielen insbesondere die kreativen Mauerelemente aus Theumaner Fruchtschiefer sowie die Wassergärten in der „Promenade Aquatica“, die mit reichhaltigen Vertikalbegrünungen und spektakulären Wasserspeiern imponierten. Aber auch die klassischen Grabanlagen der Friedhofsgärtner und die Präsentation der Vielfalt von Natursteinarten der Steinmetze, zu denen ein direkter Bezug zum aktuellen Unterrichtsinhalt bestand, konnten begeistern. Bei den in die Gartenschau integrierten "Gärten der Welt" überzeugte der in den schönsten Herbstfarben leuchtende koreanische Garten die Fachschüler besonders. Vom Aussichtsturm konnte dann das über 33 Hektar große Parkgelände überblickt werden, das zukünftig über 30.000 Menschen aus den umliegenden Marzahn und anderen Stadtteilen als Naherholungsgebiet dienen wird. 

 

Von einem für seinen Beruf brennenden Menschen durch "seinen" Schlosspark geführt zu werden, war dann für alle Teilnehmer der Exkursion ein großes Erlebnis und eine besondere Ehre. Der Bereichsleiter des Schlossparks Sanssouci Sven Hannemann fesselte mit knackigem Fachwissen und öffnete die Blicke für so manche Blickachse, die sonst übersehen worden wäre. Es war beachtlich zu erfahren, welche Geldmittel in die historisch korrekte Restaurierung der Gartenanlagen fließen und welche Anstrengungen zum Erhalt unternommen werden müssen. Dabei wurde deutlich, dass diese laufenden Unterhaltungskosten oftmals unzureichend gedeckt sind und dass dann der lobenswerte angestrebte geringere Verbrauch von Glyphosaten zu Pflegerückständen in der Beikrautbeseitigung führt und die Situation der Gartendenkmalpflege zusätzlich erschwert. Beispielhaft konnte die Restaurierung der Laubengänge im Gartenteil hinter der Gemäldegalerie, dem ältesten erhaltenen Galeriebau Deutschlands, besichtigt werden, die nach historischem Vorbild wieder mit Linden bepflanzt werden. Die Pflanzen werden hierfür aus autochthonem Material aus dem Schlosspark gewonnen.

Die Aktivierung von Geldmitteln über Patenschaften ermöglicht der Parkverwaltung seit einiger Zeit auch die Wiederherstellung des Weinberges Friedrichs des Großen. Die Fachschüler überzeugte das Ergebnis dieser Initiative derart, dass sie nun selbst eine Patenschaft für eine Rebfläche übernommen haben. 

 

Nicht zu übersehen waren die zahlreichen Sturmschäden, die das Tief "Xavier" hinterlassen hatte. Zahlreiche markante Großbäume waren umgestürzt und gefährdeten die Besucher. Mancher Baum hätte auch beachtliche Schäden an der Bausubstanz in Sanssouci verursachen können, fiel aber glücklicherweise in die „richtige“ Richtung. Die Erfassung und Begutachtung der über 30.000 Bäume macht der Parkverwaltung viel Arbeit und auch dieses Mal sind nicht unbedingt die Bäume gefallen, die vorher als besonders gefährdet eingestuft wurden.

 

Ein Bindeglied zwischen der zeitgenössischen IGA und Sanssouci war der Besuch des Viktoriaparks zwischen den Stadtteilen Kreuzberg und Schöneberg, der vor knapp 200 Jahren entstand und der Stadtbevölkerung in der wilhelminischen Zeit als hygienisches Grün zur Verfügung stand. Er spiegelt mit einem beeindruckenden Wasserfall den als typisch deutsch geltenden Hang zur Naturverklärung wider – einen Wesenszug, der sich im 19. Jahrhundert besonders in den bildenden Künsten voll entfaltete. Vom dortigen Kreuzberg und dem von Karl Friedrich Schinkel entworfenen Denkmal an den Sieg der Allianz gegen Napoleon in den Befreiungskriegen hat man einen imposanten Blick über das Häusermeer der Metropole.

Wenige hundert Meter entfernt konnte im Park am Gleisdreieck, der in den Jahren 2011 bis 2014 entstand und zahlreich für seine Bürgerbeteiligungen in der Planungsphase und seine Gestaltung ausgezeichnet wurde, wiederum die zeitgenössische Nutzung durch die Großstadtbewohner auf 26 Hektar bestaunt werden.

 

Einen Blick in die Zukunft des Garten- und Landschaftsbaus erhielten die Fachschüler beim Besuch der alteingesessenen Firma Kanold in Schöneberg durch den Bauleiter Gerhard Fraenkel. Hier hat man seit einem halben Jahr einen beeindruckenden Schritt in Richtung des papierlosen Büros getätigt: Das gesamte Berichtswesen läuft über ein browserbasiertes Programm, das von den Bauleitern über Tablets und Smartphones geführt wird und das  allen Mitarbeitern als Informations- und Planungsquelle dient. So entfällt zum Beispiel die bisher zeit- und nervenraubende Suche nach Maschinen und Kleingeräten innerhalb der Firma.

 

Für ihre weiteren Monate an der Fachschule erhielten die Schüler auf dieser Exkursion viele Informationen und Inspirationen. Wer sich für den kostenlosen Besuch der Norddeutschen Fachschule und den damit verbundenen Abschluss als Staatlich geprüfte/r Wirtschafter/in als Vorbereitung zur Gärtnermeisterprüfung bei der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein informieren möchte, kann am 27. Februar 2018 um 18:30 Uhr zum Infoabend in das Gartenbauzentrum nach Ellerhoop kommen (www.nf-gartenbau.de).

Von einem für seinen Beruf brennenden Menschen durch "seinen" Schlosspark geführt zu werden, war dann für alle Teilnehmer der Exkursion ein großes Erlebnis und eine besondere Ehre. Der Bereichsleiter des Schlossparks Sanssouci Sven Hannemann fesselte mit knackigem Fachwissen und öffnete die Blicke für so manche Blickachse, die sonst übersehen worden wäre. Es war beachtlich zu erfahren, welche Geldmittel in die historisch korrekte Restaurierung der Gartenanlagen fließen und welche Anstrengungen zum Erhalt unternommen werden müssen. Dabei wurde deutlich, dass diese laufenden Unterhaltungskosten oftmals unzureichend gedeckt sind und dass dann der lobenswerte angestrebte geringere Verbrauch von Glyphosaten zu Pflegerückständen in der Beikrautbeseitigung führt und die Situation der Gartendenkmalpflege zusätzlich erschwert. Beispielhaft konnte die Restaurierung der Laubengänge im Gartenteil hinter der Gemäldegalerie, dem ältesten erhaltenen Galeriebau Deutschlands, besichtigt werden, die nach historischem Vorbild wieder mit Linden bepflanzt werden. Die Pflanzen werden hierfür aus autochthonem Material aus dem Schlosspark gewonnen.

Die Aktivierung von Geldmitteln über Patenschaften ermöglicht der Parkverwaltung seit einiger Zeit auch die Wiederherstellung des Weinberges Friedrichs des Großen. Die Fachschüler überzeugte das Ergebnis dieser Initiative derart, dass sie nun selbst eine Patenschaft für eine Rebfläche übernommen haben. 

Nicht zu übersehen waren die zahlreichen Sturmschäden, die das Tief "Xavier" hinterlassen hatte. Zahlreiche markante Großbäume waren umgestürzt und gefährdeten die Besucher. Mancher Baum hätte auch beachtliche Schäden an der Bausubstanz in Sanssouci verursachen können, fiel aber glücklicherweise in die „richtige“ Richtung. Die Erfassung und Begutachtung der über 30.000 Bäume macht der Parkverwaltung viel Arbeit und auch dieses Mal sind nicht unbedingt die Bäume gefallen, die vorher als besonders gefährdet eingestuft wurden.

Ein Bindeglied zwischen der zeitgenössischen IGA und Sanssouci war der Besuch des Viktoriaparks zwischen den Stadtteilen Kreuzberg und Schöneberg, der vor knapp 200 Jahren entstand und der Stadtbevölkerung in der wilhelminischen Zeit als hygienisches Grün zur Verfügung stand. Er spiegelt mit einem beeindruckenden Wasserfall den als typisch deutsch geltenden Hang zur Naturverklärung wider – einen Wesenszug, der sich im 19. Jahrhundert besonders in den bildenden Künsten voll entfaltete. Vom dortigen Kreuzberg und dem von Karl Friedrich Schinkel entworfenen Denkmal an den Sieg der Allianz gegen Napoleon in den Befreiungskriegen hat man einen imposanten Blick über das Häusermeer der Metropole.

Wenige hundert Meter entfernt konnte im Park am Gleisdreieck, der in den Jahren 2011 bis 2014 entstand und zahlreich für seine Bürgerbeteiligungen in der Planungsphase und seine Gestaltung ausgezeichnet wurde, wiederum die zeitgenössische Nutzung durch die Großstadtbewohner auf 26 Hektar bestaunt werden.

Einen Blick in die Zukunft des Garten- und Landschaftsbaus erhielten die Fachschüler beim Besuch der alteingesessenen Firma Kanold in Schöneberg durch den Bauleiter Gerhard Fraenkel. Hier hat man seit einem halben Jahr einen beeindruckenden Schritt in Richtung des papierlosen Büros getätigt: Das gesamte Berichtswesen läuft über ein browserbasiertes Programm, das von den Bauleitern über Tablets und Smartphones geführt wird und das  allen Mitarbeitern als Informations- und Planungsquelle dient. So entfällt zum Beispiel die bisher zeit- und nervenraubende Suche nach Maschinen und Kleingeräten innerhalb der Firma.

 

Für ihre weiteren Monate an der Fachschule erhielten die Schüler auf dieser Exkursion viele Informationen und Inspirationen. Wer sich für den kostenlosen Besuch der Norddeutschen Fachschule und den damit verbundenen Abschluss als Staatlich geprüfte/r Wirtschafter/in als Vorbereitung zur Gärtnermeisterprüfung bei der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein informieren möchte, kann am 27. Februar 2018 um 18:30 Uhr zum Infoabend in das Gartenbauzentrum nach Ellerhoop kommen (www.nf-gartenbau.de).

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