Corrida de Toros

Corrida de Toros

Am ersten Sonntag des Austausches, bin ich mit meiner Gastfamilie Rivas in ein kleines Dorf (ca. 20 Minuten mit dem Auto von Salamanca) gefahren. Wir sind mit der ganzen Familie zu einem Stierkampf gefahren, auch die kleine 8jährige Tochter hat sich auf diesen Tag gefreut und erzählt wie gerne sie Stierkämpfe guckt. In dem Dorf gab es eine kleine runde Arena in der der Stierkampf stattfand.

 

Einleitung:

Der Stierkampf ist ein altes spanisches Ritual in dem ein Mensch gegen einen Stier
kämpft. Der Stierkämpfer wird Torero genannt. Es wird in einer runden Stierkapfarena (Plaza de Toros) gekämpft. Ein Kampf geht ca. 20 Minuten.
Vor den Kämpfen also zu beginn der Veranstaltung werden die Matadores (Stiertöter) präsentiert, beim Einmarsch wird die Musik der Paso Doble gespielt. Es gibt drei Teile im Ablauf des Stierkampfes.

 

Teil 1:

Im ersten Teil verwendet der Torero meist ein purpurrotes Tuch (capote), um den Stier zu reizen und zu ermüden. Hier werden schon wichtige Grundlagen für den entscheidenden dritten Teil gefällt. Denn der Torero muss hier die Verhaltensweisen des Stieres lernen und dann im dritten Teil gegen ihn anwenden. Sollte der Torero in Gefahr geraten, kommen Hilfsstierkämpfer (peones), die hinter Holzbarriere stehen hervor und lenken den Stier ab.

 

Teil 2:

Am Anfang des zweiten Teils werden Banderillas, das sind bunte Bänder versehen mit Spießen, in den Nacken- und Schulterbereich gestochen. Sinn ist es, dass der Stier zum einen noch ein wenig aggressiver wird, aber die Hauptaufgabe dieser Lanzen ist es, dass der Stier gezwungen ist seinen Kopf zu senken, was dem Torero erst später ermöglich, den Stier zu töten. Danach gibt es sozusagen noch einen Show-Teil in dem der Stier wieder müde gemacht werden soll.

 

Teil 3:

Hier ist der Torero nur noch mit einem kleinen dunkel rotem Tuch (muleta) und einem
Degen (estoque) ausgerüstet. Hier wird wieder versucht, die Bewegungen und Eigenschaften des Stiers zu erahnen und später für den Tötungsprozess zu nutzen. Viele vergleichen diesen Teil mit einem Tanz, da in diesem Teil auch die Musik Paso Doble (spanischer Tanz) gespielt wird. Zuletzt sticht der Torero dem Stier seinen Degen in den Nacken. Hier bei sticht er von oben herab und versucht damit das Herz des Stiers zu treffen. Der Stier wird vom diesem Stich nicht sofort getötet, daher kommen helfende Stierkämpfer hinzu die den Stier zu kurzen schnellen Läufen und zu schnellen Kopfbewegungen zwingen, bis der Stier erschöpft zusammenbricht. Schließlich wird durch einen Helfer der Stier durch einen gezielten Dolchstoß in den Nacken getötet.

 

Nach dem Stierkampf:

Der Torero wird vom Publikum bejubelt in dem das Publikum weiße Taschentücher schwenkt, das gibt darüber Auskunft, ob der Torero eine Ehrenrunde drehen darf. Als eine besondere Trophäe gilt, wenn dem Stier nach dem Kampf entweder ein Ohr, beide Ohren oder beide Ohren und Schwanz abgeschnitten werden und dem Torero übergeben werden. Entscheiden tut dies der Präsident, der in einer beschmückten Loge sitzt.

Alexander Martin, FGT 12

 

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