Fenja Kollotzek:
Nun war es soweit, der Tag war gekommen, an dem die spanischen Austauschüler
landen sollten. Alles war vorbereitet und organisiert. Für mich war es sehr
angenehm, dass die Spanier erst nach Deutschland kamen. So konnten wir uns in
gewohnter Umgebung kennen lernen und anfreunden.
In der Schule hatte ich nur wenig Kontakt mit meiner Austauschülerin.
Nachmittags und Abends hatten wir dann die Gelegenheit mehr über unsere neuen
Freunde zu erfahren. Wir haben viel zusammen unternommen. Die Tage vergingen
wie im Fluge und der Tag der Abreise war schneller da als geglaubt.Jedoch
konnten wir beruhigt "aufwiedersehen" sagen, denn wir wussten, dass ein
Wiedersehen kommen würde.
Und so war es dann auch.Wir landeten in Madrid und fuhren mit dem Bus nach
Salamanca. Natürlich war ich auch aufgeregt, jedoch kannte ich meine
Austauschülerin nun schon. So war nur die Neugierde da, was mich in Spanien
erwarten würde. Trotz der Dunkelheit bei unserer Ankunft in Salamanca, konnte
ich feststellen, wie wunderschön die Stadt ist.
Meine Spanierin empfingen uns freudig und ich wurde herzlich in die Familie
aufgenommen. Obwohl es anfänglich Sprachschwierigkeiten gab, klappte die
Verständigung immer besser. Ich stellte fest, dass die Spanier ganz andere
Essgewohnheiten haben. So war es am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig erst um
23.00 Uhr Abendbrot zu essen.
Vormittags gingen wir in die Schule. Da die Spanier sehr schnell sprechen konnte
ich nicht alles verstehen. Für mich war es aber interessant, das Schulsystem
kennen zu lernen. Außerdem hatte ich viel Freude am Englisch- und
Musikunterricht.
Aufgrund der vielen schönen Sehenswürdigkeiten haben wir nach der Schule viele
von ihnen besichtigt. Somit hatte sich mein erster Eindruck von Salamanca
bestätigt. Abends haben meine Austauschülerin und ich uns mit anderen Spaniern
und deren Deutschen getroffen. Das erwies sich meistens als recht schwierig, da
die Spanier etwas unorganisiert sind.
Meine Spanierin hat mir gezeigt, was "FIESTA" bedeutet und nun weiß ich, wie man
richtig feiert.
Am Tag der Abreise flossen viele Tränen. Viele gute Freundschaften sind
entstanden, die auch in der Zukunft bestehen werden.
Ich werde diesen Schüleraustausch in guter Erinnerung behalten. Ich habe viel
über die Sprache gelernt, einen kulturellen Eindruck bekommen, viel gesehen und
das wichtigste neue Freundschaften geschlossen.

