Fleischer/in

... ein Beruf des Handwerks und der Industrie.

 

Aufgaben

Das Fleischerhandwerk sichert traditionell die Fleischversorgung der Bevölkerung mit qualitativ hochwertigem Fleisch und erstellt mit großer Vielfalt und Individualität feinste Fleisch- und Wurstspezialitäten.

Die gestiegenen Ansprüche der Kunden, die Vielfalt der Erzeugnisse, der harte Konkurrenzkampf und der sich daraus zwangsläufig ergebende Zwang zur Technisierung und Automatisierung; wie auch das zunehmende kritische Bewußtsein der Verbraucher, das sich durch Hormonskandale, durch negative Praktiken bei der Fleischgewinnung, durch die Massentierhaltung und insbesondere durch die öffentliche Diskussion gefährlicher Tierkrankheiten (z.B.: BSE) in den Medien gebildet hat, erfordert von dem/der angehenden Fachmann/Fachfrau hohe Kompetenzen.

 

Voraussetzungen an Berufsanfänger

Wünschenswerte Fähigkeiten  Persönliche Eigenschaften 
Sinn für Sauberkeit,
Hygienebewußtsein 
erfordert eine saubere u. gepflegte Erscheinung 
Bereitschaft und Fähigkeit zur Zusammenarbeit   meint kollegiales Verhalten 
Ertragen von Stress (Arbeitsspitzen)  bedeutet zuverlässiges, geduldiges und sorgfältiges Arbeiten 
Denken in Zusammenhängen und Einfallsreichtum  setzt hohe Motivation und Lernwilligkeit voraus 
Sprachliches und schriftliches Ausdrucksvermögen, insbesondere rechnerische Fähigkeiten  schließt Eigenschaften wie Pünktlichkeit , Ordent lichkeit, sich selber weiterzubilden mit ein; meint aber auch Ehrlichkeit und Verschwiegenheit 

 

Ausbildungsverlauf

  • Die Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre und vollzieht sich im dualen System, d.h.
  • in Schule und Betrieb nach dem jeweilig gültigen Rahmenlehrplan für Fleischer.
  • Der Lernort Betrieb vermittelt fachpraktisches Wissen und Fertigkeiten sowie betriebsspezifisches Wissen.
  • Der Lernort Schule vermittelt dem Lehrling das fachliche und fachüber-
  • greifende Wissen aus theoretischer Sicht sowie allgemeinbildende Inhalte.
  • Zusätzlich finden an der Beruflichen Schule in Elmshorn fachpraktische Unterweisungen statt, um die teils sehr speziellen Ausbildungsmöglichkeiten
  • mancher Betriebe (siehe Supermärkte etc.) zu unterstützen.
  • Insbesondere werden Schweinehälften und Hinterviertel ladenfertig unter
  • Beachtung lebensmittelrechtlicher Grundlagen zerlegt; verschiedene
  • Brühwurstsorten wie Fleischwurst, Würstchen, Schinkenwurst etc. nach den
  • Leitsätzen und den entsprechenden Standardrezepturen verkaufsfertig
  • hergestellt.

 

Aufstiegsfortbildung (nach entspr. Berufspraxis)

  • Fleischermeister/in oder Industriemeister/in der Fachrichtung Lebensmittel
  • Techniker/in der Fachrichtung Fleischereitechnik, Konserventechnik oder
  • Lebensmittelverarbeitungstechnik
  • Techniker/in für Betriebswirtschaft

 

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