Konstruktionsmechaniker/in
Fachrichtung: Metall- und Schiffbautechnik
Die Berufsausbildung für die Industrieberufe dieser Fachgruppe dauert 3,5 Jahre. Sie beginnt mit einer einjährigen Grundausbildung, einer anschließenden erweiterten Fachbildung für alle Konstruktionsmechaniker im 2. Ausbildungsjahr und einer speziellen Fachbildung für die Fachrichtung Schiffbau im 3. und 4. Ausbildungsjahr.
Der Auszubildende soll am Ende seiner Lehrzeit befähigt sein, nicht nur die praktischen Arbeiten auszuführen, sondern auch die theoretischen Zusammenhänge zu erkennen und zu erläutern. Daher ist der Unterricht an der Berufsschule mit den betrieblichen Aubildungsinhalten abgestimmt. Methodisch ist der Unterricht überwiegend handlungsorientiert ausgerichtet. Das bedeutet, daß die Ausbildung in Unterrichtsfachräumen stattfindet, wo in praxisnahen Versuchen die Unterrichtsthemen erarbeitet und auch ausprobiert werden können.
Die Themenbereiche im 1. Ausbildungsjahr umfassen die Grundlagen der Fertigungs- und Prüftechnik, der Werkstofftechnik , Maschinen- und Gerätetechnik, der Steuerungs- und Elektrotechnik sowie der Technischen Kommunikation.
Im zweiten Ausbildungsjahr werden Kenntnisse über Fertigungstechniken (Umformen, Trennen, Fügen), Werkstofftechnik (Stahl, NE-Metalle, Kunststoffe), Montagetechnik (Verbindungselemente, Antriebselemente) und Steuerungs- und Regelungstechnik vermittelt sowie im Fach Technische Kommunikation Zeichnungslesen geübt und Zeichnungen (Schweißverbindungen, Schraubverbindungen, Abwicklung von Blechkörpern) angefertigt.
Im 3. und 4. Ausbildungsjahr werden Grundkenntnisse über NC-Techniken vermittelt (CNC-Fertigung am Beispiel eines Projektes aus dem Bereich Brennschneiden).
Im Bereich Schiffbau werden Kenntnisse über Schiffbautechnologie (Füge-, Trenn-, Umform- und Montageverfahren im Schiffbau, Baukörper "Schiff"), Schiffstheorie und Schiffsentwurf (Schiffsgröße, Schwimmfähigkeit und Stabilität, Schiffswiderstand und Vortrieb, Ruder- und Steuereinr., Festigkeit des Schiffskörpers und Schiffsentwurf) sowie Schiffsausrüstung und Einrichtung vermittelt.
Die Ausbildung wird durch Messe- und Museumsbesuche sowie durch Besuche von Betrieben und Einrichtungen aus dem Umfeld des Schiffbaus abgerundet.
Am Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt.
Die Ausbildung schließt mit der Facharbeiterprüfung ab.

