Elektroniker/in

Stand: September 2006

 

Berufsbezeichnung

Elektroniker/Elektronikerin
Anerkannt durch Verordnung vom 3. Juli 2003, (BGBl. I S. 1264)

Die Ausbildung erfolgt in der Fachrichtung:

Energie- und Gebäudetechnik

 

Ausbildungsdauer

3 ½ Jahre
Die Ausbildung findet an den Lernorten Betrieb und Berufsschule statt.

 

Arbeitsgebiet

Elektroniker/Elektronikerinnen sind bei der Errichtung und im Service von elektrischen Anlagen der Energie-, Gebäude-, Infrastruktur-, Automatisierungs-, Informations- und Kommunikationstechnik tätig.
Elektroniker/Elektronikerinnen üben ihre Tätigkeiten unter Beachtung ökonomischer und ökologischer Aspekte sowie der einschlägigen technischen Regeln selbständig aus. Sie sind Elektrofachkräfte im Sinne der Unfallverhütungsvorschriften.

 

Berufliche Fähigkeiten

Elektroniker/Elektronikerinnen

 

  • beraten Kunden; planen elektrische Anlagen nach Kundenanforderungen
  • installieren Anlagen und deren Komponenten, nehmen Anlagen in Betrieb
  • installieren und konfigurieren Software, Komponenten, Geräte und Netzwerke
  • prüfen elektrische Schutzmaßnahmen und andere Sicherheitseinrichtungen 
  • analysieren Störungen in Anlagen und beseitigen Fehler 
  • führen Inspektionen und Wartungsarbeiten durch und setzen Anlagen instand
  • betreuen Kunden und führen Serviceleistungen durch

 

Elektroniker/Elektronikerinnen der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik

 

  • konzipieren Systeme der Energieversorgung und Gebäudetechnik
  • installieren Beleuchtungsanlagen, Antriebe, Schalt-, Steuer- und Regelungseinrichtungen, dezentrale Energieversorgungsanlagen, Ersatzstromversorgungsanlagen, Empfangs- und Breitbandkommunikationsanlagen und Datennetze;
  • schließen Telekommunikationsendgeräte und –anlagen an Fernmeldenetze an;
  • nehmen energie- und gebäudetechnische Anlagen in Betrieb
  • installieren, konfigurieren und parametrieren Gebäudeleiteinrichtungen und deren Bussysteme;
  • erstellen Steuerungsprogramme; testen die gebäudetechnischen Systeme

 

Die Ausbildung in der Berufsschule beginnt mit einer breiten, beruflichen Grundbildung. Immer wenn es möglich ist, werden praxisbezogene Anwendungsbeispiele in den Unterricht einbezogen. Der größte Teil des Unterrichts findet in gut ausgestatteten Labors statt. Neben zwei Grundlagenlabors stehen Labore für Elektronik, Computertechnik und Leistungselektronik mit Antriebs- und Steuerungstechnik zur Verfügung.
Mathematische und physikalische Inhalte dienen der Vermittlung elektrotechnischer Zusammenhänge. Der Unterricht erfolgt in Lernfeldern, die an der Berufspraxis ausgerichtet sind. Eine klare Trennung zwischen Technologie, technischer Mathematik und Schaltungs- und Funktionsanalyse findet im Unterricht nicht statt.
Neben den Grundlagen der Elektrotechnik werden folgende Themen behandelt: Meßtechnik, Wechselstrom- und Drehstromtechnik, Transformatoren, elektrische Maschinen, elektrische Anlagen und Schutzmaßnahmen, Elektronik, Leistungselektronik, Digitaltechnik, Automatisierung- und Steuerungstechnik.
Bei dem Elektroniker/ der Elektronikerin handelt es sich um einen handwerklichen Beruf, der nach 31/2 Jahren mit der Gesellenprüfung abschließt.

 

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