Elektroniker/in f. Geräte u. Systeme

Stand: September 2006

 

Berufsbezeichnung

Elektroniker/Elektronikerin für Geräte und Systeme
Anerkannt durch Verordnung vom 3. Juli 2003, (BGBl. I S. 1144)

 

Ausbildungsdauer

3 ½ Jahre
Die Ausbildung findet an den Lernorten Betrieb und Berufsschule statt.

 

Arbeitsgebiet

Elektroniker/Elektronikerinnen für Geräte und Systeme stellen Komponenten und Geräte her, nehmen sie in Betrieb und halten sie in Stand.
Typische Einsatzfelder sind informations- und kommunikationstechnische Geräte, medizinische Geräte, Automotive-Systeme, Systemkomponenten, Sensoren, Aktoren, Mikrosysteme, EMS (Electronic Manufacturing Services), Mess- und Prüftechnik.
Elektroniker/Elektronikerinnen für Geräte und Systeme üben ihre Tätigkeiten unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften und Sicherheitsbestimmungen selbständig aus und stimmen ihre Arbeit mit vor- und nachgelagerten Bereichen ab. Dabei arbeiten sie häufig im Team. Sie sind Elektrofachkräfte im Sinne der Unfallverhütungsvorschrift.

 

Berufliche Fähigkeiten

Elektroniker/Elektronikerinnen für Geräte und Systeme

 

  • unterstützen Entwickler bei der Realisierung von Aufträgen, der Analyse geforderter Funktionalitäten und technischer Umgebungsbedingungen sowie der Konzipierung von Schaltungen;
  • stellen Muster und Unikate her; 
  • wählen mechanische, elektrische und elektronische Komponenten aus, passen sie an und montieren sie zu Geräten und Systemen, installieren und konfigurieren Programme; prüfen Geräte und Systeme;
  • erstellen Geräte- und Systemdokumentationen; 
  • erstellen Layouts und Fertigungsunterlagen; 
  • vergeben und koordinieren von Aufträgen zur Beschaffung von Bauteilen, Hilfsstoffe und Betriebsmittel für die Realisierung von internen und externen Kundenaufträgen; 
  • planen und steuern Produktionsabläufe, organisieren Gruppenarbeit;
  • richten Fertigungs- und Prüfmaschinen ein, programmieren, optimieren und warten sie 
  • wirken bei der Analyse und Optimierung von Fertigungsprozessen mit;
  • prüfen Komponenten und Geräte und setzen sie in Stand;
  • arbeiten auch mit englischsprachigen Unterlagen und kommunizieren auch in englischer Sprache.

 

Die Ausbildung in der Berufsschule beginnt mit einer breiten, beruflichen Grundbildung. Immer wenn es möglich ist, werden praxisbezogene Anwendungsbeispiele in den Unterricht einbezogen. Der größte Teil des Unterrichts findet in gut ausgestatteten Labors statt. Neben zwei Grundlagenlabors stehen Labore für Elektronik, Computertechnik und Leistungselektronik mit Antriebs- und Steuerungstechnik zur Verfügung.
Mathematische und physikalische Inhalte dienen der Vermittlung elektrotechnischer Zusammenhänge. Der Unterricht erfolgt in Lernfeldern, die an der Berufspraxis ausgerichtet sind. Eine klare Trennung zwischen Technologie, technischer Mathematik und Schaltungs- und Funktionsanalyse findet im Unterricht nicht statt.
Neben den Grundlagen der Elektrotechnik werden folgende Themen behandelt: Meßtechnik, Wechselstrom- und Drehstromtechnik, Transformatoren, elektrische Maschinen, elektrische Anlagen und Schutzmaßnahmen, Elektronik, Leistungselektronik, Digitaltechnik, Automatisierung- und Steuerungstechnik.
Die bundeseinheitliche Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer findet nach der Ausbildungszeit von dreieinhalb Jahren statt.

 

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