Von Cybermobbing bis Zivilcourage

Der Präventionstag an der Beruflichen Schule in Elmshorn jährt sich zum 4. Mal

Der Präventionstag an der Beruflichen Schule in Elmshorn, Europaschule, die auch als „Präventionsschule“ ausgezeichnet ist, ist seit vier Jahren fester Bestandteil des Schullebens. Er wird kontinuierlich für mehr Klassen geöffnet. So konnten sich am vergangenen Freitag auch die Mittelstufen der Pflegeassistentinnen neben den Unterstufen der Berufsfachschulen I (Wirtschaft und Gesundheit/Ernährung) freuen, daran teilnehmen zu dürfen. Zur Auswahl standen acht attraktive Themen von denen sich jede/r der 145 Schüler/innen für einen Vormittags- und einen Nachmittags-Workshop entscheiden musste. Das war gar nicht so einfach, denn die Referenten der vielen Träger, wie die Kreisverwaltung, der Wendepunkt e.V., die Polizei, der Weiße Ring sowie der Computer Club Elmshorn boten auch in diesem Jahr schülernahe und interessant aufbereitete Workshops an. Es ging um extreme Jugendkulturen, Suchtentwicklung, Grenzverletzendes Verhalten, Cybermobbing, Geschlechterrollen, Selbstgefährdendes Freizeitverhalten, Zivilcourage sowie Chancen und Risiken der digitalen Welt.

Oftmals werden die Jugendlichen alleine gelassen, wenn es darum geht, auf dem Weg vom Schülerstatus zum Arbeitsmarktteilnehmer und verantwortungsvollem Gesellschaftsmitglied mit all den modernen Reizen und Anforderungen fertig zu werden. Sie müssen ein eigenes Werte- und Normenverständnis entwickeln, welches eine gelingende Integration in die Gesamtgesellschaft ermöglicht. Der Präventionstag versucht hier Orientierungshilfe zu geben. Die Schüler/innen können außerhalb von Unterricht in anderen Gruppenzusammensetzungen und mit erfahrenen Referenten ihr eigenes Verhalten und den Umgang miteinander reflektieren. Dies hilft dem Einzelnen und wirkt sich zudem - für alle spürbar - positiv auf das Schulleben aus. Daher hat dieses Projekt neben anderen Präventionsbausteinen der Schule, seinen festen Platz im Jahresplan der Beruflichen Schule Elmshorn.

Ohne die finanzielle Förderung durch die Kreisverwaltung und den Förderverein der Schule, so Katja Dibbern (Schulsozialpädagogin) und Denise Liedtke (Präventionskoordinatorin), wäre ein solcher Tag mit Referenten nicht möglich. Die Referenten und Schüler/innen ihrerseits freuten sich über den Butterkuchen, der von „Culinarius“ gespendet wurde.

Auch der neue Schulleiter OStD Erik Sachse ist von den Workshops und deren Wirkabsicht angetan. Trotz der vielen Möglichkeiten, die sich den Schülerinnen und Schülern  in einer pluralistischen Welt eröffnen, haben es die Jugendlichen häufig schwer ihre eigene Individualität zu entwickeln und sich hierbei gegenüber äußeren Einflüssen gezielt abzugrenzen. Der Präventionstag bietet einen Baustein in der Erlebniswelt der Jugendlichen, um ihr eigenes Wertesystem zu reflektieren.

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